Tiefenpsychologische Psychotherapie

 

Übersicht:

 

Im Versorgungssystem der gesetzlichen und privaten Krankenkassen sind zwei psychotherapeutische Verfahren zugelassen:
Die Tiefenpsychologie/Psychoanalyse und die Verhaltenstherapie.
Die Behandlungsrichtlinien schreiben vor, dass nur die Theorie und die Techniken des jeweiligen Verfahrens in den Therapien erlaubt sind. Jedoch wird dieses Prinzip in den letzten Jahren zunehmend flexibler gehandhabt, solange diese Techniken im Rahmen des gewählten Verfahrens eingebunden und reflektiert sind.
So arbeite ich z. B. auch mit Elementen aus der Traumatherapie, wie EMDR, Ressourcenaktivierung, mit hypnotherapeutischen Elementen oder psychoedukativ. Ich benenne und erkläre dies jeweils um die Behandlung transparent zu halten. 

Warum habe ich die Tiefenpsychologie als Behandlungsverfahren gewählt?

Tiefenpsychologie arbeitet wesentlich mit dem Aspekt des Unbewussten. Zu verstehen, warum dysfunktionale psychische Vorgänge und Symptome entstehen und bestehen bleiben, finde ich spannend. Diese aufzuspüren und kreativ zu verändern ist eine effiziente Form der Behandlung psy­chi­scher Erkrankungen.

Warum könnte diese Behandlung auch für Sie sinnvoll sein?

Unbewusste Konflikte, sich wiederholende Muster dysfunktionaler Beziehungsführung (zu sich und anderen) und strukturelle Defizite führen zu Symptomen wie Angst und Depression und können meist nicht alleine aufgelöst werden. Sie brauchen den Spiegel des erfahrenen Anderen um tiefer zu schauen und den unbewussten Grundkonflikt, wie auch den aktuellen Konflikt zu erkennen und zu lösen. Dann ist es leichter, dass Sie sich trotz Ihrer Defizite annehmen und sich dadurch öffnen können für Neues. Die durch die Behandlung zunehmende Fähigkeit in erfüllten Beziehungen zu leben, eigene Stärken zu nutzen und ein realistisches Selbstwertgefühl aufrecht zu erhalten, tragen zur Lebenszufriedenheit bei. In der Reflexion und Neuausrichtung erfahren Sie neue Dimensionen der Lebendigkeit und Handlungskompetenz, die die Symptombildung überflüssig werden lassen.

Was sind die theoretischen Grundlagen der Behandlung?

Tiefenpsychologisches Handeln umfasst u. a. das Erkennen und Benennen von Affekt- und Gefühlsausdruck, das Untersuchen von Vermeidungstendenzen, die Identifizieren von repetitiven dysfunktionalen Mustern und deren Veränderung. Inhalte des Unbewussten wie Träume, auch Wünsche und Phantasien werden ernst genommen und als Wegweiser ins Neue genutzt.
Durch therapeutisches Explorieren, Fokussieren und Diskutieren wird Selbsterforschung und Selbstentdeckung gefördert. Damit werden Veränderungsmöglichkeiten geschaffen.

Die Tiefenpsychologie hat ihren Ursprung in der Theorie von Sigmund Freud. So wie das Smartphone nicht denkbar ist ohne Schnurtelefone, die Technik sich aber entwickelt hat, so erweiterte sich die Tiefenpsychologie aus einer reinen Triebtheorie in ein differenziertes System. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und therapeutische Erfahrungen sind aufgenommen worden und haben die Behandlungsrealität verändert.
Viele verschiedene tiefenpsychologische Therapieschulen lassen das Feld für Laien unübersichtlich erscheinen, geben aber Fachleuten Gelegenheit, verschiedene Perspektiven zu bedenken und kreativ damit umzugehen.

Welche Erkrankungen behandele ich?

Alle psychischen und psychosomatischen Störungen wie z. B.
Depressive Störungen, Angststörungen (u. a. Phobien, Panikstörung), Zwangsstörungen, Reaktionen auf schwere Belastungen wie akute Belastungsstörungen, posttraumatische Belastungsstörungen, psychische Syndrome bei fortschreitenden und lebensbedrohlichen Erkrankungen, Dissoziative Störungen, psychosomatische und psychovegetative Störungen, Essstörungen, Schmerzstörungen, nichtorganische Schlafstörungen, "Burn-out" Syndrom.
Achtung: Keine Psychosetherapie; Sucht­er­krankungen nur nach vorheriger stationärer Entziehungsbehandlung.

Welches ist meine Praxisbesonderheit?

Als ärztliche Psychotherapeutin und Psychiaterin kann ich Medi­ka­mente auf Kassenrezept verordnen. Oft sind PatientInnen schon auf Psycho­phar­maka eingestellt. Anfangs lasse ich die Einstellung weiter laufen, mit fortschreitender Therapie können die Medikamente oft reduziert oder abgesetzt werden. Ob ohne oder mit Psycho­phar­maka gilt es, den Stoffwechsel, insbesondere den der Neurotransmitter (z. B. Sero­tonin “Glückshormon”), zu optimieren.
Ich verordne auf Wunsch Mikronährstoffe und Bioidentische Hormone gemäß Klinik und Laborbefund. Die Behandlung ergänzt die Psycho­therapie und macht sie nach meiner Erfahrung deutlich effektiver, insbesondere bei "Burn-Out".
Diese komplementärmedizinische Wahlleistung wird weder von den gesetzlichen, noch von den privaten Krankenkassen übernommen.

Auch nach mehr als 35 Jahren ärztlicher Tätigkeit liebe ich meine Arbeit und erfreue mich an den sich ständig erweiternden Möglichkeiten der Medizin und Psychotherapie. Mein spiritueller Hintergrund lässt mich nicht müde werden, mit Zuversicht auch Schweres zu behandeln und immer wieder Hoffnung zu vermitteln. Die Fragen nach dem Sinn des Lebens und der individuellen Existenz sind häufige Elemente in der Behandlung. 
Es gibt viele individuelle Antworten und manchmal ist die Lösung, dass sich diese Frage einfach nicht mehr stellt...