Pregnenolon

 

Pregnenolon, systemisches u. neuroendokrines
Mutter-Steroidhormon

Bildungsort: Nebennierenrinde, Keimdrüsen.
Wird auch in Zellen des Gehirns und des peripheren Nervensystems gebildet und liegt dort in hoher Konzentration vor. Verminderung der Produktion durch Stress und Altern der Mitochondrien, den Kraftwerken der Zelle.

Mangelsymptome: Reduzierte Leistungsbereitschaft, Müdigkeit, verminderte Gehirnleistungsfähigkeit: Wahrnehmen, Lernen, Erinnern.
Vermehrte Ängstlichkeit und depressive Verstimmung (Pregnenolon wichtig für den Neurotransmitterhaushalt: Serotonin, Adrenalin u.a.), verstärkte Schmerzempfindlichkeit, Autoimmunstörungen.

Positiv: Förderung der Neuroprotektion, Neuroregeneration und Plastizität – wichtig z. B. bei beginnenden Demenzen, bei M. Parkinson und bei MS. Verbesserung von kognitiven Defiziten und Negativ­symptomen bei Schizophrenie nachgewiesen.

Weiteres: Trägt zur Regulierung des Immunsystems bei, hilft bei Autoimmunerkrankungen wie Rheumatoides Arthritis, Lupus erythematodes u.a. Biomarker für Mitochondrien-Funktion, funktioneller und struktureller Neurotransmitter (moduliert als Neurosteroid Ionenkanäle, Transporter, Enzyme)

Nebenwirkungen: Im Substitutionsbereich bis 60 mg täglich sehr selten: risikoarmes und ausgewogenes Vorläuferhormon.
Bei bedeutender Überdosierung können exzitatorische Symptome wie Übererregbarkeit, Aggressivität und Schlafstörungen auftreten, vaso­motorische Störungen wie Kopfschmerzen, aber auch bei epileptischer Disposition Krampfanfälle. Sehr selten Wassereinlagerung.
Bei Dosisreduktion verschwinden der Nebenwirkungen.

Biochemische Tafel: